Klassenguide Priester Die Heilzauber können das Spiel in die Länge ziehen

Priester Anduin Wrynn
Priester Anduin Wrynn
Heil- und Kontrollzauber machen die Klasse des Priesters aus

Anmerkung: Der Guide wird derzeit überarbeitet. Die TGT-Karten sind hier noch nicht integriert.

Einleitung

Anduin Wrynn

Anduin Wrynn

Die Klasse der Priester wird durch Anduin Wrynn dargestellt. Die Heldenfähigkeit des Priesters (Heilung), welche es ermöglicht, Diener lange am Leben und damit auf dem Board zu halten, verführen tendenziell eher zu einem Spielstil, der auf Boardkontrolle ausgelegt ist. Heilzauber des Priesters sind beispielsweise [Heilige Nova] oder [Kreis der Heilung]. Gerade Diener mit hohen Gesundheitswerten können so lange auf dem Board gehalten werden, was sie für das Spiel wertvoller macht.

Spielstrategien

Heilen
Der Priester ist der einzige Held in Hearthstone, der durch seine Heldenfähigkeit [Geringe Heilung] sich und seine Diener kontinuierlich heilen kann. Zum einen führt das dazu, dass Diener länger auf dem Board bleiben können. Zum anderen ermöglicht dies aber auch Spielzüge, die so regelmäßig bei anderen Klassen nicht möglich wären, beispielsweise einen 2/4-Diener mit einem 2/2-Diener zu tauschen und ersteren dann wieder zu heilen. Neben seiner Heldenfähigkeit hat der Priester auch den [Kreis der Heilung], welcher alle Diener (auch die feindlichen) auf dem Board heilt. Zauber, die sowohl Schaden verursachen als auch heilen sind [Heiliges Feuer], das sich eignet, um größere Diener vom Board zu räumen oder die [Heilige Nova], welche als Flächenzauber viele kleinere Diener auf einmal ausschalten kann. Die Karte [Lichtbrunnen] ist gut dazu geeignet, die eigenen Diener am Leben zu erhalten, sofern sie der Priester lange genug am Leben halten kann. In Kombination mit solchen Karten wie [Göttlicher Wille] oder [Machtwort: Schild] können eigentlich eher harmlose Diener zu großen Gefahren für den Gegner werden. Beispielsweise könnte so die Gesundheit eines [Messerwerfer]s so stark nach oben gesetzt werden, dass er viel länger Schaden verursachen kann, als es dem Gegner lieb ist. [Verletzter Klingenmeister] in Kombination mit [Kreis der Heilung] kann potenziell schon ab 2 Mana einen 4/7 Diener auf das Board bringen. [Prophet Velen] als eine der legendären Karten des Priesters verdoppelt die Effekte seiner Zauber. Die andere legendäre Karte des Priesters ist [Vol’jin], ein 6/2-Diener der mit einem anderen Diener auf dem Feld seinen Gesundheitswert tauschen kann.

Synergien
Dem Priester stehen einige Kartensynergien zur Verfügung die sowohl dafür geeignet sind, das Board zu bereinigen, als auch eigentlich harmlose Diener zu gefährlichen Angreifern umzuwandeln. Die [Klerikerin von Nordhain] kann, sofern sie strategisch gut eingesetzt wird, dem Priester einen signifikanten Kartenvorteil bringen. Ihre Funktionsweise ist ähnlich wie die der Karte [Verhungernder Bussard] des Jägers. Jedesmal wenn ein Charakter geheilt wird (es müssen nicht die eigenen sein), zieht der Priester eine Karte. In Kombination mit einer Karte wie [Heilige Nova] oder [Kreis der Heilung] kann der Priester schlagartig viele Karten auf einmal ziehen. Der Zauber [Inneres Feuer] kann sehr grosse Gegner erzeugen. So werden Diener mit geringen Angriffswerten schnell zu großen Gegnern. Die Karte [Lichtbrut] hat diesen Effekt permanent eingebaut und wird dann zum Beispiel in Kombination mit [Göttlicher Wille] zu einem 10/10-Gegner, und das theoretisch schon im fünften Spielzug.

Removal-Qualitäten

Auchenaiseelenpriesterin

Auchenaiseelenpriesterin

Der Priester hat eine Reihe von Zaubern, die es ihm erlauben, feindliche Diener effizient vom Board zu entfernen. Zum einen stehen ihnen viele Schadenszauber zur Verfügung, wie die bereits erwähnten [Heiliges Feuer] und [Heilige Nova]. Mit [Gedankenschlag] können dem gegnerischen Helden direkt 5 Schadenspunkte zugefügt werden und [Heilige Pein] verursacht 2 Schaden an einem beliebigen Gegner. Eine Karte spielt bei den Removal-Optionen des Priesters eine besondere Rolle, nämlich die [Auchenaiseelenpriesterin]. Diese sorgt dafür, dass aus den Heilzaubern jetzt auf einmal Schadenseffekte werden und eröffnen dem Priester eine Vielzahl von weiteren Optionen. So erzeugt die Heldenfähigkeit [Geringe Heilung] jetzt zwei Schaden, der [Voodoodoktor] beim Herauslegen auch. In Kombination mit dem [Seher des Irdenen Rings] können sogar 3 Schaden verursacht werden. Besonders interessant wird die [Auchenaiseelenpriesterin] in Kombination mit Heilzaubern. [Auchenaiseelenpriesterin] in Kombination mit [Kreis der Heilung] hat den gleichen Effekt, wie der [Flammenstoß] des Magiers. Vorsicht! Der Effekt gilt für alle Diener auf dem Board, also auch die eigenen. [Prophet Velen] in Kombination mit [Gedankenschlag] verursacht in einem Zug 10 Schadenspunkte beim feindlichen Helden, dieser Zug eignet sich somit gut zum Abschluß, kann bei Gefahr für das eigene Leben natürlich auch mit einem Heilzauber kombiniert werden. Mit der [Lichtbombe] ist durch die GvG-Erweiterung noch ein weiterer, sehr effizienter Removal-Zauber für den Priester dazugekommen.

Schweigen
Der Priester ist der flexibelste Charakter wenn es darum geht, andere Diener zum Schweigen zu bringen. Der [Stille]-Zauber mit einem Manawert von 0 kann jederzeit eingesetzt werden und mit [Massenbannung] steht dem Priester als einziger Klasse ein Zauber zur Verfügung, der mehrere Diener auf einmal zum Schweigen bringen kann. So kann zum Beispiel schon in Runde 2 durch Einsatz von [Uralter Wächter] in Kombination mit [Stille] einen 4/5-Diener, der einem [Eiswindyeti] entspricht, auf das Feld gelegt werden.

Gedankenkontrolle – Removal 2.0
Noch besser, als die gegnerischen Diener einfach zu zerstören ist es natürlich, diese zu übernehmen und mit diesen dann am Gegner oder dessen anderen Dienern Schaden zu verursachen. Dem Priester stehen im Vergleich zu den anderen Klassen die meisten Möglichkeiten zur Verfügung die Kontrolle über gegnerische Diener zu übernehmen. Mit [Gedankenkontrolle] kann er ab 10 Mana jeden beliebigen Diener unter seine Kontrolle bringen. Mit der Karte [Dunkler Wahnsinn] kann bis zum Ende des Zuges ein Diener mit 3 Angriffspunkten übernommen werden. Die [Kabaleschattenpriesterin] kann einen Diener mit maximal 2 Angriffspunkten permanent übernehmen.

Karten kopieren
Was den Priester ziemlich einzigartig macht, ist seine Möglichkeit, sich durch diverse Zauber Karten aus dem Deck des Gegners zu kopieren. Im Einzelnen sind dies die Karten [Gedankenraub] und [Gedankensicht]. Dies führt zu interessanten Effekten. So kann so der Priester nun beispielsweise auf Waffen oder Dämonen zurückgreifen, die ihm bzw. seiner Klasse normalerweise nicht zur Verfügung stehen würden. Die einzige andere Karte im Spiel, die noch vergleichbar dazu ist, wäre [Spiegelgestalt], ein Geheimnis des Zauberers. So kann denn in einer Partie auch mal aus einem Priester ein [Lord Jaraxxus] werden. In WoW wäre das eher unwahrscheinlich, hier ist es aber durchaus möglich.

Stärken

Wenn der Spieler es schafft, die Boardkontrolle zu behalten und seine Diener regelmäßig zu heilen, dann können Priesterdecks sehr effektiv sein. Priesterdecks sind sehr stark wenn sie auf einen bestimmten Decktyp und eine bestimmte Klasse ausgerichtet sind. Dann können sie fast unschlagbar sein.

Schwächen

Oft ist der Priester bzw. sind seine Decks nicht universal genug einsetzbar, um flexibel auf die unterschiedlichen Gegner in Hearthstone zu reagieren. Ein Deck, welches in einem Turnier sehr gut funktioniert, bei dem die gegnerischen Decks im Vorfeld bekannt sind, kann in der derzeitigen Meta auch mal überhaupt nicht mehr funktionieren. Deswegen finden sich Priester auch eher seltener bei den gewerteten Spielen.

Priester können von aggressiven Decks sehr schnell überrannt werden, da viele der Flächeneffekte auf der Kombination mehrerer Karten beruhen. Das macht es ihnen in einer Meta, die von aggressiven Decks wie dem Cancer Hunter oder dem Mech Mage geprägt ist, umso schwerer. Hat ein Priester erst einmal viele Lebenspunkte verloren, dann ist es oft schwer für ihn, diesen Verlust wieder zu kompensieren, da ihm große Heilzauber, wie zum Beispiel [Heilende Berührung] oder [Heiliges Licht] fehlen, die dem Druiden bzw. dem Paladin vorbehalten sind. Hier kann der Priester nur auf [Heiliges Feuer] zurückgreifen. Des weiteren sind Priesterdecks auch schwach gegen gegnerische Decks, die viele Diener mit einem Angriffswert von 4 eingebaut haben, da diese von [Schattenwort: Schmerz] bzw. [Schattenwort: Tod] nicht vom Board entfernt werden können. Das trifft auf solche Diener zu, wie zum Beispiel den [Eiswindyeti], den [Azurblauer Drache]n oder den [Zwielichtdrache]n.

Die besten Karten des Priesters

    [Auchenaiseelenpriesterin]: Heilung verursacht Schaden, mit [Kreis der Heilung] kann das Board geleert werden. Unverzichtbare Karte
    [Kabaleschattenpriesterin]: Wer den Priester oft spielt, sollte nicht auf diese Karte verzichten, hilft oft weiter
    [Heiliges Feuer]: Sollte in keinem Priesterdeck fehlen
    [Dunkler Wahnsinn]: Ermöglicht es dem Priester in vielen Fällen, die Boardkontrolle zu halten
    [Lichtbombe]: Durch GvG neu hinzugekommene Verteidigungskarte, die einen schönen Flächenschaden beim Gegner erzeugt

Beliebte Priester-Decks

S11-Anti-Meta-Kontrollpriester: Priester-Deck, welches gegen die aktuelle Aggro-Meta ausgerichtet ist. Teuer, aber effizient

Legend Holy 4000 Deck: Sehr gut balanciertes Deck, benötigt aber den Foe Reaper 4000, den nicht jeder hat

Tempo-Priest: Schnelles Deck, aggressiv und weniger auf Boardkontrolle ausgerichtet

Grundlegende Strategien beim Spielen gegen Priester

    Viele Diener mit 4 Angriffspunkten spielen (können durch die Zauber des Priesters nicht übernommen werden
    Eher weniger (maximal drei) als mehr Diener auf das Board legen, der Priester hat effektive Flächenzauber
    Die [Klerikerin von Nordhain] frühzeitig ausschalten, damit der Kartenvorteil des Priesters nicht überhand nimmt, Priesterdecks sind oft von Synergieeffekten abhängig
    Karten mit Stille-Effekten nach Möglichkeit lange aufheben und dann effizient einsetzen um gebuffte Diener wieder zu entschärfen
    Vorsicht ab 10 Mana: Dann kann der Priester mit [Gedankenkontrolle] jeden feindlichen Diener übernehmen. Feindliche Kartenhand beobachten und ggf. erst kleinere Diener ausspielen, wenn möglich

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